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Samanta Schweblin: "Sieben leere Häuser. Erzählungen"


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Sieben kurze Erzählungen enthält das Buch „Sieben leere Häuser“ der aufstrebenden argentinischen Schriftstellerin Samanta Schweblin. Darin geht es - wie der Titel bereits vermuten lässt - um sieben Häuser, die allerdings alles andere als „leer“ sind - oder doch nicht? Schweblin verstört, verwirrt, entwurzelt und zerstört - auf jeden Fall die Illusion vom Haus als Ort des glücklichen und sorgenlosen Zuhause-Seins. Bei Schweblin sind es vielmehr die Abgründe menschlichen Daseins, die in den Häusern wohnen, wohl behütet und zurückgehalten, verschlossen und verborgen: Da ist zum Beispiel die kleptomanische Mutter, die gemeinsam mit ihrer Tochter in fremde Häuser eindringt und persönliche Gegenstände der Bewohner verstellt oder entwendet; oder das Großeltern-Ehepaar, das nur nackt umherläuft und aus dem Ruder gelaufene Zwänge auslebt. Schweblins Fantasie scheint in dieser Richtung keine Grenzen zu kennen. Real oder fiktiv, allen ihren Erzählungen ist gemein, dass sie den Leser überraschen, fesseln und ihn seiner gewohnten Vorstellung entreißen.

Dabei bedient sich Schweblin einer einfachen Sprache, die trotzdem eine ungeahnte Durchschlagskraft entwickelt. Der Leser versteht, und doch nicht; er erkennt, und bleibt dennoch verwirrt zurück. Welche Literatur kann solch eine Wirkung schon von sich behaupten? Von daher lohnt es sich auf jeden Fall, sich auf diese einmalige Leseerfahrung einzulassen. Eines zumindest ist garantiert: Danach sieht man das Haus seiner Nachbarn in einem anderen Licht…

Gebundene Ausgabe: 150 Seiten

Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (12. Februar 2018)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3518428047

ISBN-13: 978-3518428047